Kapitel 6
Die Pfründe
✦ ✦ ✦
1 Die Söhne Levis: Gerson, Kahath und Merari.
2 Und aus Kahath kam Amram, und aus Amram kamen Aaron, Mose und Mirjam. Aaron aber wurde geheiligt zum Priester, er und seine Söhne, auf ewig.
3 Von Aaron bis zu Asarja, der Priester diente im Hause, das Salomo baute, reicht diese Linie ungebrochen - die längste Anstellung der ganzen Schrift, vererbt wie ein Grundstück, nie ausgeschrieben, nie beworben.
4 Und die übrigen Söhne Levis erhielten kein eigenes Erbteil im Lande wie ihre Brüder, sondern Städte zum Wohnen und die Weideplätze umher, denn der HERR selbst war ihr Erbteil.
5 Das klingt nach Verzicht, war aber das bessere Geschäft: dreiundvierzig Städte für einen Stamm, der nie einen Acker bestellen musste, weil die anderen elf für ihn bestellten.
6 Und David setzte etliche von den Söhnen der Leviten über den Gesang im Hause des HERRN, seitdem die Lade ihre Ruhe gefunden hatte, ehe noch der Tempel gebaut war.
7 Heman, Asaph und Ethan waren die Sänger, mit ehernen Zimbeln, dass es laut erklänge, und ihre Söhne dienten nach ihnen weiter, ein Amt, das sich vom Vater auf den Sohn vererbte wie jedes andere auch.
8 Unter den Städten der Leviten waren auch Freistädte, dahin fliehen konnte, wer einen Menschen ohne Vorsatz erschlagen hatte, dass er nicht sterbe, ehe die Gemeinde Recht gesprochen hätte.
9 Das war die einzige Stadt in ganz Israel, deren einziger Zweck darin bestand, Zeit zu verschaffen, ehe geurteilt wurde - eine Erfindung, die spätere Rechtsordnungen selten übertroffen haben.
10 So hatte am Ende jeder Stamm sein Land, und die Leviten hatten das Land der anderen, verteilt auf vierundvierzig Städte quer durchs ganze Reich, und dazu das Amt, im Namen aller mit Gott zu reden.
11 Es war die erste Pfründe der Geschichte: kein Acker, kein Zins, keine Ernte, die schlecht ausfallen konnte - nur ein Dienst, der sich selbst jedes Jahr neu rechtfertigte, indem er stattfand.