Kapitel 14
Das Gebet des Unterlegenen
✦ ✦ ✦
1 Und Abia entschlief mit seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids, und Asa, sein Sohn, ward König an seiner Statt. Zu seiner Zeit war das Land still zehn Jahre.
2 Und Asa tat, was recht und dem HERRN, seinem Gott, wohlgefiel.
3 Denn er tat weg die fremden Altäre und die Höhen und zerbrach die Säulen und hieb die Ascherabilder ab.
4 Und ließ Juda sagen, dass sie den HERRN, ihrer Väter Gott, suchten und täten nach dem Gesetz und Gebot.
5 Und er tat weg aus allen Städten Judas die Höhen und die Sonnensäulen; denn das Königreich war still vor ihm.
6 Und er baute feste Städte in Juda; denn das Land hatte Ruhe, und war kein Streit wider ihn in denselben Jahren, weil ihm der HERR Ruhe gab.
7 Und er sprach zu Juda: Lasst uns diese Städte bauen und mit Mauern, Türmen, Toren und Riegeln umgeben, solange das Land noch vor uns offen ist, weil wir den HERRN, unseren Gott, gesucht haben. Wir haben ihn gesucht, und er hat uns Ruhe gegeben ringsumher. Also bauten sie, und es gelang ihnen. Man beachte, wofür der Friede genutzt wurde: nicht für ein Fest, sondern für Befestigungsanlagen. Auch ein gottesfürchtiger König rüstete auf, solange niemand ihn daran hinderte.
8 Und Asa hatte ein Heer, das Schild und Spieß trug, aus Juda dreihunderttausend und aus Benjamin, die Schild trugen und mit Bogen schießen konnten, zweihundertachtzigtausend, und diese alle waren streitbare Helden.
9 Es zog aber wider sie aus Serah, der Mohr, mit einer Heereskraft von tausendmal tausend und dreihundert Wagen, und kam bis gen Maresa.
10 Und Asa zog aus ihm entgegen, und sie rüsteten sich zum Streit im Tal Zephatha bei Maresa.
11 Und Asa rief zu dem HERRN, seinem Gott, und sprach: HERR, es ist bei dir kein Unterschied, zu helfen unter viel oder unter keiner Kraft. Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen wider diese Menge. HERR, unser Gott, du bist es; lass keinen Menschen wider dich etwas vermögen.
12 Der König führte dreihundertfünfzigtausend Mann gegen eine Million ins Feld und begann den Bericht darüber mit einem Satz über die Belanglosigkeit der Zahlenverhältnisse für den, dem geholfen werden sollte. Es war entweder der größte Glaube oder die genaueste Einschätzung der eigenen Lage, die dieses Buch bisher aufgezeichnet hat, und die beiden schließen sich nicht aus.
13 Und der HERR schlug die Mohren vor Asa und vor Juda, dass die Mohren flohen.
14 Und Asa und das Volk, das bei ihm war, jagten ihnen nach bis gen Gerar. Und die Mohren fielen, dass ihrer keiner lebendig blieb, sondern sie wurden geschlagen vor dem HERRN und vor seinem Heerlager, und Juda trug sehr viel Raub davon.
15 Und sie schlugen alle Städte um Gerar her; denn die Furcht des HERRN kam über sie. Und sie beraubten alle Städte, denn es war viel Raub darin.
16 Sie schlugen auch die Hütten des Viehs und brachten Schafe die Menge und Kamele und zogen wieder gen Jerusalem.