Die Fake-Bibel

Esra

Kapitel 4
Die Sitzung, die zwanzig Jahre dauerte

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1 Da aber die Widersacher Judas und Benjamins hörten, dass die Kinder der Gefangenschaft dem HERRN, dem Gott Israels, einen Tempel bauten,

2 kamen sie zu Serubabel und zu den Familienhäuptern und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen, denn wir suchen euren Gott gleich wie ihr, und wir opfern ihm, seit Assarhaddon uns hierher gesetzt hat.

3 Aber Serubabel und Jesua und die übrigen Familienhäupter Israels sprachen zu ihnen: Es ziemt sich nicht, dass ihr und wir das Haus unserm Gott bauen, sondern wir wollen allein bauen dem HERRN, dem Gott Israels, wie uns Kyros, der König von Persien, geboten hat.

4 Es war das erste Angebot zur Mitarbeit an dieser Baustelle, und es wurde abgelehnt, bevor jemand nachfragte, wer da eigentlich mitbauen wollte und warum.

5 Da schwächte das Volk des Landes die Hände des Volkes Juda und schreckte sie vom Bauen ab.

6 Und sie dingten Räte wider sie und vereitelten ihren Rat, solange Kyros, der König von Persien, lebte, bis an die Regierung des Königs Darius von Persien.

7 Was Waffen nicht schafften, schaffte die Verzögerung. Man musste niemanden erschlagen, man musste nur genug Sitzungen ansetzen, bis den Bauleuten das Holz verrottete und der Mut verging.

8 Und unter der Regierung des Ahasveros, im Anfang seiner Regierung, schrieben sie eine Anklage wider die Bewohner Judas und Jerusalems.

9 Und zur Zeit des Artahsasta schrieben Bislam, Mithredath, Tabeel und ihre Genossen an Artahsasta, den König von Persien, in aramäischer Schrift und aramäischer Sprache.

10 Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, schrieben einen Brief wider Jerusalem an den König Artahsasta:

11 Es sei kund dem König, dass die Juden, die von dir heraufgezogen sind, gen Jerusalem gekommen sind und die böse, aufrührerische Stadt bauen, die Mauern aufführen und die Grundfesten legen.

12 So sei nun dem König kund: Wo diese Stadt gebaut wird und die Mauern wieder aufgerichtet werden, wird man weder Steuer noch Zoll noch jährliches Aufkommen geben, und am Ende wird sie den Königen Schaden bringen.

13 Es ist die älteste Standortdrohung der Weltgeschichte: Wo Menschen wieder aufbauen, was ihnen weggenommen wurde, findet sich immer jemand, der darin zuerst einen Steuerausfall sieht.

14 Da sandte der König Antwort: Man soll diesen Männern gebieten, dass sie aufhören, bis von mir Befehl gegeben wird.

15 Da machten sie sich eilends auf, gen Jerusalem zu den Juden, und wehrten ihnen mit Gewalt und Macht. So hörte das Werk am Hause Gottes zu Jerusalem auf und blieb liegen bis in das zweite Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.

16 Man beachte, wie lange ein Bau stillstehen kann, wenn niemand ihn abreißt, sondern ihm nur die Genehmigung entzieht. Trümmer sehen dramatisch aus. Ein Fundament, das einfach liegen bleibt, sieht nach gar nichts aus - und genau das war der Plan.