Kapitel 49
Fünf Nachbarn, ein Urteil
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1 Wider die Kinder Ammon. So spricht der HERR: Hat denn Israel nicht Erben, oder hat es niemand, der sein Erbe einnehme? Warum nimmt denn Milkom das Land Gad ein, und sein Volk wohnt in dessen Städten?
2 Darum, siehe, es kommt die Zeit, dass ich zu Rabba der Kinder Ammon ein Kriegsgeschrei erschallen lasse, dass sie zum wüsten Steinhaufen werde. Israel aber soll die besitzen, die es einst besaßen, spricht der HERR.
3 Heule, Hesbon, denn Ai ist verstört. Milkom wird gefangen weggeführt samt seinen Priestern und Fürsten, denn du rühmtest dich deiner Gründe und deiner Schätze und sprachst: Wer darf sich an mich wagen?
4 Siehe, ich will Furcht über dich bringen von allen, die um dich her wohnen, spricht der HERR Zebaoth; doch will ich hernach das Gefängnis der Kinder Ammon wieder wenden.
5 Wider Edom. So spricht der HERR Zebaoth: Ist denn keine Weisheit mehr zu Theman? Ist der Rat der Klugen vergangen? Ist ihre Weisheit nichts mehr wert?
6 Wie sollte Esau so ausgeforscht und sein Verborgenes so gesucht werden! Ich habe ihn bloßgemacht, dass er sich nicht mehr verstecken kann.
7 Verlasst eure Waisen, ich will sie am Leben erhalten, und eure Witwen sollen sich auf mich verlassen.
8 Siehe, wer das nicht verschuldet hat, den Kelch zu trinken, der muss ihn dennoch trinken; solltest du allein ungestraft bleiben? Du wirst nicht ungestraft bleiben, sondern musst auch trinken.
9 Bozra soll zum Wunder werden und zur Öde, zum Spott und zum Fluch, und alle seine Städte sollen zu ewiger Wüste werden.
10 Und die auf den Felsen wohnen und die Höhe der Hügel innehaben, so hoch wie der Adler nistet: ich stürze dich von dort herab, spricht der HERR.
11 Wider Damaskus. Hamath und Arpad stehen beschämt, denn sie haben böse Kunde gehört; sie sind verzagt und unruhig wie das Meer, das sich nicht stillen kann.
12 Damaskus ist verzagt und wendet sich zur Flucht, Zittern hat sie ergriffen, Angst und Schmerzen wie eine Gebärende.
13 Wie sollte die berühmte Stadt so verlassen sein, die Stadt meiner Freude! Ich will ein Feuer anzünden an der Mauer zu Damaskus, das die Paläste Benhadads verzehrt.
14 Wider Kedar und die Königreiche Hazors, die Nebukadnezar schlug. Steht auf, ziehet hinauf gegen Kedar und verstöret die Kinder des Ostens.
15 Ihre Hütten und Herden soll man nehmen, ihre Zelte, all ihr Gerät und ihre Kamele, und soll rufen über sie: Schrecken um und um!
16 Fliehet, ziehet eilends davon, verkriecht euch tief, ihr Einwohner von Hazor, spricht der HERR, denn Nebukadnezar hat einen Anschlag wider euch ersonnen.
17 Denn so spricht der HERR: Wohlauf, ziehet hin gegen ein Volk, das in Frieden wohnt und sicher ist, das weder Tür noch Riegel hat und allein wohnt. Ein Reich ohne Mauer und ohne Wache hält seinen Frieden für ein Naturgesetz und nicht für eine Gelegenheit, die noch niemand genutzt hat.
18 Ihre Kamele sollen geraubt und die Menge ihres Viehs zum Raub werden, und ich will sie in alle Winde zerstreuen, die in den Winkeln wohnen, und von allen Seiten will ich Unglück über sie kommen lassen.
19 Also soll Hazor eine Behausung der Schakale werden, eine ewige Wüste, dass niemand daselbst wohne.
20 Wider Elam. So spricht der HERR Zebaoth: Ich will den Bogen Elams zerbrechen, seine vornehmste Macht, und will die vier Winde aus den vier Enden des Himmels über sie kommen lassen und sie in alle diese Winde zerstreuen, dass kein Volk sein wird, dahin nicht Vertriebene aus Elam kommen.
21 Doch soll es geschehen in den letzten Tagen, dass ich das Gefängnis Elams wieder wenden werde, spricht der HERR.