Die Fake-Bibel

Lukas

Kapitel 9
Fünf Brote, keine Bestellliste

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1 Er rief aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle Teufel und dass sie Seuchen heilen konnten, und sandte sie, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken.

2 Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld, auch nicht zwei Röcke haben. Und wo ihr in ein Haus geht, da bleibet, bis ihr von dannen zieht. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schüttelt auch den Staub ab von euren Füßen zu einem Zeugnis über sie.

3 Und sie gingen hinaus und durchzogen die Märkte, predigten das Evangelium und machten gesund allenthalben. Man sandte sie ohne Ausrüstung, ohne Budget und ohne Rückversicherung, und es war offenbar genau die richtige Menge.

4 Und die Apostel kamen wieder und erzählten ihm, wie große Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und entwich besonders in eine Wüste bei der Stadt Bethsaida. Da das Volk des inneward, zog es ihm nach, und er ließ sie zu sich und lehrte sie vom Reich Gottes und machte gesund, die es bedurften.

5 Der Tag aber fing an, sich zu neigen. Da traten zu ihm die Zwölf und sprachen zu ihm: Lass das Volk von dir, dass sie hingehen umher in die Märkte und Dörfer, dass sie Herberge und Speise finden, denn wir sind hier in der Wüste. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen.

6 Sie sprachen aber: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen und Speise kaufen für so viel Volk. Denn es waren bei fünftausend Mann. Es fehlte an diesem Nachmittag nicht am Willen, sondern schlicht an der Logistik.

7 Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich setzen in Schichten, je fünfzig und fünfzig. Und sie taten also und ließen sich alle setzen.

8 Da nahm er die fünf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankte darüber und brach sie und gab sie den Jüngern, dass sie dem Volk vorlegten.

9 Und sie aßen und wurden alle satt. Und wurden aufgehoben, was ihnen übrig blieb von Brocken, zwölf Körbe. Niemand hat je erklärt, wie eine Handvoll Brote am Ende mehr Körbe füllte, als sie am Anfang Brote gewesen waren, und die Erklärung war offensichtlich auch nicht der Punkt.

10 Und es begab sich, da er allein war und betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie und sprach: Wer sagt das Volk, dass ich sei? Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seiest Johannes der Täufer; etliche aber, du seiest Elia; etliche, es sei der alten Propheten einer auferstanden.

11 Er sprach aber zu ihnen: Wer sagt aber ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christ Gottes. Und er bedrohte sie und gebot, dass sie das niemand sagten.

12 Und sprach: Des Menschen Sohn muss noch viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen.

13 Er sprach aber zu allen: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erhalten.

14 Und welchen Vorteil hätte ein Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst? Es war die einzige Bilanz in diesem Buch, in der ein Gewinn den Verlust nicht rechtfertigt, egal wie groß der Gewinn ausfällt.

15 Es begab sich aber nach diesen Reden bei acht Tagen, dass er zu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glänzte.

16 Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia; die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfüllen zu Jerusalem.

17 Petrus aber und die mit ihm waren, waren voll Schlafs; da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Männer bei ihm stehen. Und es begab sich, da die von ihm wichen, sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein; lasst uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Und er wusste nicht, was er redete.

18 Da er aber solches redete, kam eine Wolke und überschattete sie; und sie erschraken, da sie die Wolke überzog. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören.

19 Und indem solche Stimme geschah, fand sich Jesus allein. Und sie verschwiegen es und verkündigten niemand in jenen Tagen, was sie gesehen hatten.

20 Es geschah aber, da die Zeit erfüllet war, dass er sollte von hinnen genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin in ein Dorf der Samariter, ihm Herberge zu bestellen. Und sie nahmen ihn nicht an, darum dass er sein Angesicht gewendet hatte, zu wandeln gen Jerusalem.

21 Da das die Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und verzehre sie. Jesus aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Und sie gingen in ein anderes Dorf.

22 Und es begab sich, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wo du hingehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege. Zu einem andern sprach er: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes.