Die Fake-Bibel

4. Mose (Numeri)

Kapitel 26
Der Verteilungsschlüssel

✦ ✦ ✦

1 Und nach der Plage sprach der HERR zu Mose und zu Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters: Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde, von zwanzig Jahren an und darüber, alle, die ins Heer zu ziehen taugen.

2 Und sie zählten Ruben und Simeon und Gad, Juda, Issaschar und Sebulon, Manasse und Ephraim, Benjamin, Dan, Asser und Naftali, Geschlecht für Geschlecht und Haus für Haus, und am Ende stand eine Zahl.

3 Von zwanzig Jahren an, und tauglich zum Heer: Das sind die beiden Merkmale, nach denen ein Mensch in dieser Erhebung überhaupt vorkam. Wer jünger war, kam nicht vor. Wer nicht kämpfen konnte, kam nicht vor. Frauen kamen nicht vor. Eine Zählung ist niemals eine Auskunft über ein Volk, sondern über den, der zählt.

4 Und der HERR sprach zu Mose: Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen. Einer großen Menge sollst du viel geben und einer kleinen wenig.

5 Damit war der Zweck der Erhebung genannt, und es war nicht die Neugier. Gezählt wurde, wer Anspruch bekommen sollte, und wer nicht gezählt war, hatte auch keinen. Seither hat jede Erhebung diesen Zweck, auch die, die anders heißen.

6 Doch soll das Land durchs Los ausgeteilt werden. So verband man zwei Verfahren, das genaue und das blinde, und nannte das Ergebnis gerecht.

7 Aber die Kinder Korahs starben nicht. Es ist ein Nebensatz, und er ist ein Freispruch: Die Kinder hafteten nicht für den Vater. Es hat sehr lange gedauert, bis aus diesem Nebensatz irgendwo ein Grundsatz wurde.

8 Und die Leviten wurden besonders gezählt, dreiundzwanzigtausend, alles Männliche von einem Monat an; denn ihnen ward kein Erbteil gegeben unter den Kindern Israel. Wer nichts erbt, wird in einer anderen Tabelle geführt, und das ist bis heute die schnellste Art, jemanden aus einer Rechnung zu nehmen.

9 Und Zelofhad, der Sohn Hefers, hatte keine Söhne, sondern Töchter, und ihre Namen waren Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza.

10 Fünf Frauennamen mitten in einer Liste, die nur Männer zählt. Der Schreiber hat sie hineingeschrieben, obwohl sie nach seinen eigenen Regeln nicht hineingehörten. Er hat damit nichts erklärt und nichts begründet. Er hat sie nur nicht weggelassen.

11 Und dies ist die Summe der Kinder Israel: sechshunderteintausendsiebenhundertdreißig.

12 Unter diesen aber war keiner mehr, den Mose und Aaron in der Wüste Sinai gezählt hatten. Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wüste, und es war keiner übriggeblieben als Kaleb und Josua.

13 Zwischen der ersten Liste und dieser liegt kein Ereignis, sondern eine Generation. Die Listen selbst sagen davon nichts, sie haben nur andere Zahlen. Es ist die stillste Art, in der ein Text ein ganzes Volk begräbt.

14 Und die Liste hielt sich besser als jeder, der darin stand. Sie war leichter zu tragen, sie wurde nicht müde, und sie ließ sich abschreiben, ohne dass etwas verlorenging. Man wird noch bemerken, dass dies drei sehr große Vorteile sind.