Kapitel 131
Das entwöhnte Kind
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1 HERR, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz; ich wandle nicht in großen Dingen, die mir zu wunderbar sind.
2 Fürwahr, ich habe meine Seele gesetzt und gestillet; wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, so ist meine Seele in mir wie ein entwöhntes Kind.
3 Man beachte: nicht das hungrige Kind wird hier als Bild genommen, sondern das satte. Es gibt eine Ruhe, die erst kommt, wenn man aufgehört hat, alles verstehen zu wollen.
4 Israel, hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit.
5 Es gibt Fragen, die man nicht beantwortet bekommt, sondern nur trägt, wie ein Kind auf dem Arm getragen wird, ohne dass es weiß, wohin der Weg führt. Das ist keine Resignation. Es ist das Einzige, was einem übrigbleibt, sobald man aufhört, sich selbst zu belügen.