Kapitel 59
Die Männer vor der Tür
✦ ✦ ✦
1 Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, dass er nicht umkäme, da Saul hinsandte und ließ sein Haus bewahren, dass er ihn tötete.
2 Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor denen, die sich wider mich setzen.
3 Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen.
4 Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.
5 Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und schaue drein.
6 Sie kommen des Abends wieder, heulen wie die Hunde und laufen um die Stadt.
7 Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollte es hören?
8 Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.
9 Vor ihrer Macht halte ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.
10 Es waren keine Kameras am Haus, nur Männer, die die ganze Nacht warteten, weil Warten damals die einzige Überwachung war, die man kaufen konnte. Heute erledigt das ein Gerät, geduldiger als jeder Mann und ohne die Kälte zu spüren.
11 Gott lässt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.
12 Erwürge sie nicht, dass es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HERR, unser Schild, und stoße sie hinunter.
13 Ihr Reden ist eitel Sünde in ihrem Munde; sie werden gefangen in ihrer Hoffart.
14 Vertilge sie ohne alle Gnade, vertilge sie, dass sie nichts seien und innewerden, dass Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt.
15 Des Abends heulen sie wieder wie die Hunde und laufen um die Stadt.
16 Sie laufen hin und her um Speise, und wenn sie nicht satt werden, so murren sie.
17 Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not.
18 Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gnädiger Gott.