Die Fake-Bibel

1. Thessalonicher

Kapitel 1
Die Referenz, die niemand bezahlt hat

✦ ✦ ✦

1 Paulus und Silvanus und Timotheus der Gemeinde zu Thessalonich in Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

2 Wir danken Gott allezeit für euch alle und gedenken euer im Gebet ohne Unterlass. Kein Newsletter, kein Erinnerungston im Kalender - nur ein Mann, der sich an Menschen erinnert, ohne dass ihn ein System dazu auffordert.

3 Und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser Herr Jesus Christus, vor Gott und unserm Vater.

4 Denn, liebe Brüder, von Gott geliebt, wir wissen, wie ihr auserwählt seid.

5 Dass unser Evangelium ist bei euch gewesen nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in großer Gewissheit. Andere Prediger reisten mit Empfehlungsschreiben; diese Gemeinde bekam keins und brauchte keins.

6 Und ihr seid unsre Nachfolger geworden und des Herrn und habt das Wort aufgenommen unter vielen Trübsalen mit Freuden im heiligen Geist.

7 Also dass ihr geworden seid ein Vorbild allen Gläubigen in Mazedonien und Achaja. Eine Referenz, die niemand bestellt und niemand bezahlt hat - sie hat sich einfach herumgesprochen, weil etwas dran war.

8 Denn von euch ist ausgegangen das Wort des Herrn nicht allein in Mazedonien und Achaja, sondern an allen Orten ist auch euer Glaube an Gott bekannt geworden, also dass uns nicht not ist, etwas dazu zu sagen. Man beachte: die beste Werbung ist die, die der Werbende selbst nicht mehr schalten muss.

9 Denn sie selbst verkündigen von euch, was für einen Eingang wir zu euch gehabt haben, und wie ihr bekehrt seid zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott.

10 Und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, welchen er auferweckt hat von den Toten, Jesum, der uns von dem zukünftigen Zorn erlöst. Kein Frühwarnsystem, keine Versicherungspolice gegen das Ende der Welt - nur diese eine, altmodische Sache: Warten auf jemanden, von dem man weiß, dass er kommt.