Die Fake-Bibel

Apostelgeschichte

Kapitel 8
Der Preis des Geistes

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1 Die aber zerstreut waren, gingen umher und predigten das Wort.

2 Philippus aber kam hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen von Christus.

3 Das Volk aber hörte einmütig und aufmerksam zu, was Philippus sagte, und sah dazu die Zeichen, die er tat.

4 Denn die unsauberen Geister fuhren aus vielen Besessenen mit großem Geschrei, und viele Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund. Und es war eine große Freude in derselben Stadt.

5 Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in derselben Stadt Zauberei getrieben und das samaritische Volk bezaubert hatte, und er machte sich selbst groß und behauptete, er sei die große Kraft Gottes.

6 Da sie aber den Predigten des Philippus vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen, Männer und Frauen. Auch Simon selbst glaubte und ließ sich taufen und hielt sich fortan zu Philippus. Man beachte, dass selbst ein Zauberer den Unterschied zwischen einem Trick und einem Wunder erkennen konnte; er verstand nur die Folgen noch nicht ganz.

7 Da aber die Apostel zu Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen, welche die Hände auf sie legten, und sie empfingen den Heiligen Geist.

8 Da aber Simon sah, dass der Heilige Geist durch das Auflegen der Hände der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an und sprach: Gebt auch mir diese Macht, dass, wem ich die Hände auflege, der den Heiligen Geist empfange.

9 Petrus aber sprach zu ihm: Dass du mit deinem Geld verdammt werdest, weil du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt. Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort, denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott.

10 So tu nun Buße über diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir dieser Anschlag deines Herzens vergeben werden möge. Es ist die einzige Stelle der Schrift, an der jemand versuchte, den Heiligen Geist als Lizenz zu erwerben - und seither trägt jeder Versuch, ein Amt zu kaufen, seinen Namen: Simonie. Ein Wort ist geblieben, obwohl die Sache selbst nie ganz verschwand.

11 Der Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf und gehe hin gegen Mittag auf die Straße, die von Jerusalem hinab nach Gaza führt und wüst ist.

12 Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus dem Mohrenland, ein Kämmerer und Gewaltiger der Königin Kandaze, welcher über ihre ganze Schatzkammer gesetzt war, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten, und zog auf seinem Wagen wieder heim und las dabei den Propheten Jesaja.

13 Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen. Da lief Philippus hin, hörte ihn den Propheten Jesaja lesen und sprach: Verstehst du auch, was du liest?

14 Er aber sprach: Wie könnte ich, wenn mich niemand anleitet? Und er bat Philippus, herzukommen und sich zu ihm zu setzen.

15 Philippus aber tat seinen Mund auf, fing bei dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.

16 Und als sie des Weges zogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert es, dass ich mich taufen lasse? Und er hieß den Wagen halten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.

17 Da sie aber aus dem Wasser gestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber fröhlich seines Weges. Es war ein Beamter aus einem fernen Reich, ein Fremder in jeder Hinsicht, in der man damals zählte, wer dazugehörte - und er war, allem Anschein nach, der Erste, den niemand mehr fragte, ob er dazugehören dürfe.