Kapitel 19
Der Rest der Liste
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1 Das zweite Los fiel dem Stamm der Kinder Simeon, mitten in das Erbteil der Kinder Juda hinein, denn das Erbteil Judas war ihnen zu groß, darum erbten die Kinder Simeon mitten unter ihnen.
2 Und danach kam die Reihe an Sebulon, an Issaschar, an Asser, an Naphtali und an Dan, jeden Stamm mit seinen Grenzen, seinen Bächen, seinen Bergen und Dörfern.
3 Hier stünde nun, Stamm für Stamm, Stadt für Stadt, was ursprünglich mehr als hundert Ortsnamen füllte: Grenzpunkt an Grenzpunkt, in einer Genauigkeit, die niemand außer den unmittelbar Betroffenen je gebraucht hat.
4 Das ist der Punkt dieses Kapitels, und man verschweigt ihn besser nicht: Diese Listen hat seit ihrer Niederschrift kaum jemand vollständig gelesen. Nicht aus Faulheit - aus Vernunft. Man liest Grenzverläufe nicht, man braucht sie, wenn ein Nachbar sie bestreitet.
5 So bekam Sebulon sein Erbteil zwischen den Bergen, mit Auslauf zum Meer, und Issaschar seines in der fruchtbaren Ebene, wo später die Schlachten geschlagen wurden, von denen die Propheten sangen.
6 Asser bekam die Küste mit ihren Häfen und ihrem Öl, und wurde reich davon, ohne dass ein einziger Prophet aus seiner Mitte kam. Reichtum und Berufung wurden schon damals nicht in derselben Urkunde vergeben.
7 Naphtali bekam das Bergland im Norden, karg und schön, und Dan bekam zuletzt ein Gebiet, das ihm zu eng war, sodass er auszog und sich im äußersten Norden eine zweite Heimat eroberte, weit von der ersten.
8 So endeten die sieben Lose, und das ganze Land war unter den zwölf Stämmen verteilt, wie es der HERR durch das Los bestimmt hatte, gerecht in der Methode, wenn schon nicht in jedem Ergebnis.
9 Und da sie das Land völlig ausgeteilt hatten nach seinen Grenzen, gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohn Nuns, ein Erbteil unter ihnen.
10 Nach dem Befehl des HERRN gaben sie ihm die Stadt, die er forderte, nämlich Timnath-Serah auf dem Gebirge Ephraim. Und er baute die Stadt und wohnte darin.
11 Man beachte, wann der Verteiler selbst an die Reihe kam: als Letzter, nicht als Erster. Und man beachte, was er sich nahm: keine Hauptstadt, kein fruchtbares Tal, sondern ein Fleck im eigenen, kargen Stammesgebiet, den er sich selbst hätte aussuchen können und der niemandem sonst wehtat.
12 Dies sind die Erbteile, die der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns, und die Häupter der Väter der Stämme den Kindern Israel durchs Los zu Silo austeilten vor dem HERRN, vor der Tür der Stiftshütte. Und sie hörten auf, das Land zu teilen.