Die Fake-Bibel

3. Mose (Levitikus)

Kapitel 2
Die Beilage

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1 Und der HERR sprach zu Mose: Wenn eine Seele dem HERRN ein Speisopfer tun will, so soll seine Gabe feines Mehl sein; und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen. Es war die günstigste Gabe im ganzen Buch, denn wer keine Herde hatte, hatte doch einen Sack Mehl.

2 Und er soll es zu den Priestern, den Söhnen Aarons, bringen, und der Priester soll davon eine Handvoll nehmen, das Mehl und das Öl samt allem Weihrauch, und es zum Gedächtnis auf dem Altar anzünden. Eine Handvoll: mehr verlangte der Betrieb nicht, um sich für zuständig zu erklären.

3 Was aber übrig bleibt vom Speisopfer, das gehört Aaron und seinen Söhnen; es ist ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN. Eine Handvoll ging in den Rauch, der Rest ging in die Küche, und niemand fand das der Erwähnung wert außer diesem Kapitel selbst.

4 Willst du aber ein Speisopfer vom Backofen opfern, so nimm feines Mehl, ungesäuerte Kuchen, mit Öl gemengt, oder ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen.

5 Willst du ein Speisopfer vom Rost bringen, so soll es feines Mehl sein, mit Öl gemengt, ungesäuert.

6 Zerbrich es in Stücke und gieße Öl darauf; das ist ein Speisopfer. Willst du aber ein Speisopfer aus der Pfanne bringen, so soll es aus feinem Mehl mit Öl gemacht werden.

7 Drei Zubereitungsarten für ein und dasselbe Opfer: Backofen, Rost und Pfanne, als hätte sich hier schon jemand um die Speisekarte Gedanken gemacht und nicht nur um das Herz des Gebers.

8 Und wenn du das Speisopfer, in dieser Weise gemacht, dem HERRN bringst, so soll man’s dem Priester bringen, und er trage es zum Altar.

9 Und der Priester soll von dem Speisopfer das Gedächtnisteil nehmen und auf dem Altar anzünden. Das ist ein Feueropfer, ein süßer Geruch dem HERRN.

10 Kein Speisopfer, das ihr dem HERRN opfert, sollt ihr mit Sauerteig machen; denn kein Sauerteig und kein Honig soll unter den Feueropfern des HERRN angezündet werden. Süße und Gärung waren verboten, nicht weil sie schmeckten, sondern weil sie sich veränderten. Was auf den Altar kam, sollte bleiben, was es war.

11 Als Erstlingsopfer dürft ihr sie dem HERRN bringen, aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum süßen Geruch.

12 Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und das Salz des Bundes deines Gottes soll bei deinem Speisopfer nicht fehlen; bei allen deinen Opfern sollst du Salz opfern. Es ist die einzige Zutat, die in jedem einzigen Opfer dieses Buches vorkommt, wichtiger als Weihrauch, wichtiger als Öl, und sie kostete am wenigsten von allem.

13 Bringst du aber ein Speisopfer von den Erstlingen, so sollst du am Feuer geröstete Ähren bringen, zerstoßenes Korn von grüner Frucht.

14 Und der Priester soll das Gedächtnisteil davon anzünden mit Öl und allem Weihrauch; es ist ein Feueropfer dem HERRN. So war auch dem, der nichts als sein eigenes Feld besaß, ein Platz auf dem Altar reserviert - eine Handvoll für den Betrieb, der Rest fürs Personal, und niemand nannte es Gehalt.