Die Fake-Bibel

Römer

Kapitel 1
Die Garantie, die niemand wollte

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1 Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes, welches er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der heiligen Schrift. Ein Brief also, der mit dem Impressum beginnt, ehe er zur Sache kommt - darin unterscheidet er sich von jedem Rundschreiben bis heute nicht.

2 Von seinem Sohn, der geboren ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch und kräftig erwiesen als Sohn Gottes nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unserm Herrn.

3 Durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter allen Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten für seinen Namen. Man beachte das Wort: Gehorsam. Nicht Zustimmung, nicht Klickrate, nicht ein Häkchen unter einem Text, den ohnehin niemand liest.

4 Ich bin nicht schuldig geblieben, weder den Griechen noch den Ungriechischen, weder den Weisen noch den Unweisen. Darum, soviel an mir ist, bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen.

5 Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Ein Angebot ohne Warteliste, ohne Vorabgebühr und ohne die Klausel, dass die Zahl der Plätze begrenzt sei.

6 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: Der Gerechte wird seines Glaubens leben.

7 Es wird aber offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.

8 Denn was man von Gott wissen kann, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Sein unsichtbares Wesen wird ersehen aus seinen Werken, so man des wahrnimmt, seine ewige Kraft und Gottheit, auf dass sie keine Entschuldigung haben.

9 Dieweil sie wussten, dass ein Gott ist, haben sie ihn nicht gepriesen als einen Gott noch ihm gedankt, sondern sind in ihrem Dichten eitel geworden, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Sie hatten die Spezifikation gelesen und sich trotzdem für das billigere Modell entschieden.

10 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich einem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere.

11 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelüste, zur Unreinigkeit, dass sie ihre eigenen Leiber untereinander selbst schändeten, die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lüge und haben geehrt und gedient dem Geschöpfe mehr denn dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit.

12 Sie tauschten den Betreiber gegen das Produkt und wunderten sich hinterher, warum der Kundendienst nicht mehr abhob.

13 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Lüste. Denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den, der wider die Natur ist. Desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Schande mit Schande gewirkt und den Lohn ihres Irrtums an sich selbst empfangen, wie es sein sollte.

14 Und gleichwie sie es nicht der Mühe wert geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt.

15 Voll alles Unrechts, der Hurerei, der Schalkheit, des Geizes, der Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, Unversöhnliche, Unbarmherzige.

16 Eine Liste, die sich liest wie das Kleingedruckte unter einer Werbung, nur ohne die Werbung.

17 Sie wissen Gottes Gerechtigkeit - dass, die solches tun, des Todes würdig sind - und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun. Das war schon damals die eigentliche Erfindung: nicht die Tat, sondern der Applaus danach.